AU-EVM

EVA (EVM)

 

Allgemeine Bezeichnung:

Ethylenvinylacetat (EVA)

 

Überwiegende chemische Struktur:

(C2H4)n(C4H6O2)m

Allgemeine Eigenschaften:

Ethylenvinylacetat (EVA) ist ein Copolymer-Kunststoff aus Ethylen und Vinylacetat, der zur Herstellung von besonders flexiblen und elastischen Produkten verwendet wird.

EVM entsteht bei der Copolymerisation von Ethylen und Vinylacetat. Prinzipiell besteht es aus Methylen-Einheiten, die eine mit angehängten Acetatgruppen gesättigte Polymerkette bilden. Die vollständig gesättigte Hauptkette ist ein Hinweis darauf, dass EVA ein besonders stabiles Polymer ist. Der Verfall stellt sich normalerweise nur bei sehr hohen Temperaturen und auch sehr langsam ein.

Diese Polymere werden wie normale Synthesekautschuke, als Klebstoffe oder als Modifikatoren thermoplastischer Harze verwendet, insbesondere PVC. Die Hauptunterschiede zwischen den Graden von EVA liegen in dem Anteil an Vinylacetat und der Viskosität des Polymers.

Aufgrund der gesättigten Struktur besitzen sie keinen Angriffspunkt für Ozon oder UV-Strahlung. EVA kann bis zu 175°C eingesetzt werden.

Anwendungsbereiche:

Eine industrielle Anwendung ist die Modifizierung der elastischen Eigenschaften von Bitumen. Bei der Herstellung von Photovoltaikmodulen werden EVA-Folien zur kompletten Versiegelung verwendet. Die in Reihen montierten und in Serie angeschlossenen Zellen werden zwischen zwei EVA-Folien gelegt, um eine Art Sandwich zu bilden; anschließend wird das Photovoltaikmodul, das noch in zahlreiche Schichten getrennt ist: Glas + EVA + Zellen + EVA + Rückseite (Back Sheet), einem Wärmeprozess bei Vakuum, der sogenannten Lamination, unterzogen, der das EVA für zirka 10 Minuten auf über 150°C erhitzt, wodurch dieses polymerisiert, einkapselt und von der Luft trennt, was eine sehr viel längere Lebensdauer gewährleistet.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel stammt von dem Designer Forrest Jessee, der aus diesem Material einen Schlafanzug, den „Sleep Suit“ entworfen hat, der den Körper in unbequemen Situationen stützt und schützt.

AU

 

Allgemeine Bezeichnung:

Polyurethan-Kautschuk (AU)

 

Überwiegende chemische Struktur:

Polyester-Polyurethan

Allgemeine Eigenschaften:

Urethan-Kautschuke können mit Peroxiden, Isocyanaten oder Schwefel vernetzt werden. Mit Peroxid und Schwefel vernetzte Urethan-Kautschuke werden mit den Techniken verarbeitet, die üblicherweise für die anderen Synthesekautschuke verwendet werden. Sie können ohne Zusätze verwendet werden oder mit Mineralien oder Rußen aller Art. Sie führen zu hohen mechanischen Eigenschaften, besonders Zugfestigkeit und Abriebbeständigkeit. Gegen sie spricht schlechtes Verhalten bei Hitze und eine schlechte permanente Verformungsbeständigkeit bei höheren Temperaturen als der Raumtemperatur. Sie besitzen eine schlechte Ölbeständigkeit, da bei deren Betriebstemperatur ein hydrolytischer Verfallsprozess einsetzt. Üblicherweise wird diesen Mischungen antihydrolytische anstatt ozonhemmende oder antioxidierende Zusatzstoffe hinzugefügt. Es kann nicht unter Dampf vulkanisiert werden, da eine Depolymerisation eintreten würde.

Anwendungsbereiche:

Diese Kautschuke werden für abrieb-, ozon- und ermüdungsresistente gepresste Artikel verwendet.

Es wird für O-Ringe, gummibeschichtete Gewebe, Dichtungsringe oder Dichtungen von Behältern auf Methan-Tankschiffen eingesetzt.

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